Nachdem ich Kampala bei Nacht verpasst hatte und am Sonntagmittag aufgewacht bin, fühlte ich mich zuerst schuldig. Nicht, weil ich Mist gebaut hätte, sondern weil ich wusste, dass meine Verlobte sonntagmorgens eigentlich zur Kirche geht. Früher hätte ich nach so einer Nacht direkt mein Handy gesucht, Chats überprüft und innerlich Schadensbegrenzung betrieben. Diesmal suchte ich …
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Philosophie
Ich erinnere mich noch an letztes Jahr, als einer meiner muslimischen Bekannten in den Ramadan gegangen ist. Natürlich hatte ich das Thema schon früher gehört – in den Nachrichten, im Umfeld, immer mal wieder am Rande. Aber so richtig erklären lassen habe ich es mir erst von ihm. Ganz grob gesagt: rund 30 Tage Fasten. …
Ich mag diese „es ist wieder ein paar Tage her seit dem letzten Beitrag“-Texte nicht. Trotzdem tauchen sie in meinem Blog immer mal wieder auf. Wer mir schon etwas länger folgt, weiß das. Und fast immer laufen sie gleich ab: Ich erkläre, warum ich länger nichts geschrieben habe, rechtfertige mich ein bisschen – und denke …
2025 war kein Jahr der großen Show. Eher eins von diesen Jahren, in denen du am Ende merkst: Es hat sich mehr verändert, als es sich zwischendurch angefühlt hat. Nicht, weil plötzlich alles leicht wurde, sondern weil ich angefangen habe, Dinge konsequenter zu lassen. Weniger diskutieren mit der Realität. Weniger Energie für Sachen, die mich …
Bis hierhin war Uganda für mich vor allem: ankommen. Funktionieren. Erledigungen. Essen. Schlafen. Runterkommen. So wie man eben ankommt, wenn der Kopf noch im Transit hängt und der Körper zwar schon da ist, aber der Rest noch etwas hinterherfliegt. Und genau an Tag 2 hat sich etwas in mir gedreht. Nicht, weil plötzlich irgendwas „Krasses“ …
Es gibt Dinge im Leben, die sind wirklich nicht kompliziert. Zum Beispiel: Geld am Automaten holen. Seit Jahren sitze ich jetzt in meinem Nebenjob in der Hotline und höre denselben Quatsch immer und immer wieder – so oft, dass ich mittlerweile ernsthaft an der allgemeinen Aufmerksamkeitsspanne zweifle. Als ich damals angefangen habe und die ersten …
Am Rand, weil du klarer siehst Hast du dich schon gefragt, warum gerade jene, die klarer sehen und tiefer fühlen, so oft für sich sind? Nicht zwingend einsam – aber allein. Du stehst am Rand, hörst zu, beobachtest. Nicht, weil du Menschen ablehnst. Eher, weil sich die Welt irgendwann wie eine Sprache anfühlt, die du …
Nenne ein Thema oder einen Sachverhalt, bei dem du deine Meinung geändert hast. Früher dachte ich, Kontrolle sei gleichbedeutend mit Sicherheit. Dass man Dinge nur richtig machen kann, wenn man sie festhält, überwacht, bis ins Detail plant. Ich wollte Fehler vermeiden, Situationen voraussehen, auf alles vorbereitet sein. Ich war überzeugt, dass Ruhe nur entsteht, wenn …








